Von denen, die keiner haben wollte

Chronisch kranke und scheue Katzen

Nummer 5 und 6: Bishop und Ahsoka – Teil 1

Schließlich war es dann so weit. Wir machten uns auf den Weg ins Tierheim, um einen Kater auszusuchen. Eigentlich wollten wir zu der Zeit keine weitere Katze. Wir hatten erst mal so was von genug von katzenbezogenem Stress. Aber Lockheed war unglücklich, weil keiner mit ihm raufen wollte, und Hetty war ebenfalls unglücklich, weil Lockheed die ganze Zeit versuchte mir ihr zu raufen. Nun da er bei Puck gelernt hatte, dass man das durfte, war er mit Hetty auch nicht mehr so vorsichtig wie zuvor. Wir brauchten also eine Katze für unsere Katzen.

Im Tierheim wurde uns ein kleiner, scheuer Kater vorgeschlagen, der sich alle Mühe gab, uns von sich zu überzeugen, indem er uns anfauchte. Bei ihm saß außerdem noch eine schwarze Katze mit einer offenen Stelle auf dem Rücken. Da wir im Tierheim inzwischen schon bekannt waren als Leute, die sich den schweren Fälle annahmen, wurde wir gebeten, sie auch noch mitzunehmen.
„Wir haben keine Ahnung, was sie hat. Sie kratzt sich einfach blutig.“
Wir berieten uns, und kurze Zeit später zogen Bishop und Ahsoka bei uns ein.

Bishop war großartig. Er verbrachte die ersten paar Tage unterm Bett, kam aber recht schnell nachts raus. Er ließ sich sehr geduldig von Lockheed anknurren, der Neuzugänge immer erst mal gar nicht leiden kann. Hin und wieder maunzte er ein bisschen beschwichtigend. Wenn sich einer von uns bewegte, verschwand er schnell wieder unterm Bett.
Was so großartig daran ist? Das größte Problem bei einer Zusammenführung mit einer zutraulichen neuen Katze besteht darin, dass es anfangs, wenn sich die Katzen noch nicht richtig leiden können, ständig Streit gibt, wer wann mit dem Menschen kuscheln darf. Oder es gibt zwar keinen Streit, aber die alten Katzen trauen sich womöglich erst mal nicht mehr an ihren Menschen heran. Aber Bishop saß unterm Bett und ging uns aus dem Weg, und Hetty und Lockheed mussten nicht fürchten, dass er ihnen den Platz auf dem Schoß oder im Bett streitig machte.
Der zweite großartige Punkt ist, dass scheue Katzen meistens sehr sozial sind. Viele sind draußen zwischen einer Menge anderer Katzen aufgewachsen und waren bei der Suche nach Nähe und Kameradschaft immer auf andere Katzen angewiesen. Sie wissen, wie man kätzisch richtig kommuniziert, und bemühen sich, nicht unnötig Streit anzufangen.
Zieht eine scheue Katze in einen Haushalt, in dem bereits Katzen leben, schließt sie erst mit den Katzen Freundschaft und dann mit den Menschen.
Der letzte großartige Punkt: Bishop ist einfach nur unglaublich putzig.
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Es dauerte nicht lange, bis Bishop erst Hetty und dann Lockheed von sich überzeugen konnte. Vor allem mit Lockheed begann eine süße, kleine Liebesgeschichte.
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Uns gegenüber verlor er seine Scheu nur langsam. Wir ließen ihn größtenteils in Ruhe und warteten ab, dass er von den anderen lernte, dass wir nicht gefährlich sind. Inzwischen kann man an ihm vorbeigehen, ohne dass er wegrennt. Nur anfassen mag er noch nicht.
Das wird sicher irgendwann.

Mit Ahsoka dagegen lief es weniger einfach. Dazu schreibe ich mehr im nächsten Eintrag.

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Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am 4. April 2015 von in Ahsoka, Bishop, scheu.

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